... und endlich komm ich mal dazu ein paar Zeilen über das Erlebte in den Computer zu tippen.
Aus Gründen der gewissenhaften Blogführung hier zunächst eine kleine Retrospektive ... schließlich gab es vor dem Ankommen hier in Südamerika auch noch Momente des Abschiednehmens in Deutschland.
Nach vier sehr erlebnisreichen und intensiven Wochen in Deutschlands Hauptstadt Berlin - in denen nicht nur gepaukt (interkulturelles Training, Spanisch, internationale Rechnungslegung und allerlei mehr) sondern auch ordentlich gefeiert und gelacht wurde ging am 29. Oktober erstmal gen Erlangen.
Der Abschied fiel wirklich nicht leicht, in den vier Wochen hatte ich so manche Person richtig ins Herz geschlossen und das mulmige Gefühl in Anbetracht der bevorstehenden Reise wollte gar nicht mehr aufhören. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto vor der Weltkarte (jeder war mit seinem Konterfei darauf verewigt - und ich erschreckend weit weg von allen anderen) war dann aber wirklich die Heimfahrt angesagt. Christian und Elisabeth waren meine netten Mitfahrer im Auto und haben mich bis fast vor Susanns Haustür noch begleitet.
Bei Susann angekommen musste ich natürlich erstmal die ganzen vier Wochen Revue passieren lassen - wie sollte es bei Frauen auch anders sein. Spät wurde es zwar nicht an diesem Abend, aber ich war so totmüde, dass ich gleich an Ort und Stelle eingeschlafen bin - nämlich auf Susanns Sofa ;-).
Am nächsten Morgen - also am Dienstag - hab ich mir dann erstmal eine 90 Minuten Thaimassage bei meiner Lieblingsthaifrau gegönnt - dankbarerweise muss erwähnt werden dass dies großzügig von meinen ehemaligen Arbeitskollegen unterstützt wurde.
Danach ging es dann asiatisch weiter: mit dem offiziellen Büro-Abschiedsessen bei dem Asiaten meiner Wahl. Bin danach nochmal "kurz" in die Arbeit geschlappt, hab meine emails runtergeladen und mich vorallem auch nochmal von den meisten meiner Kollegen verabschiedet.
Nach einem Abstecher bei Eva, Olli und Hannah-Lucia ging es nach einer weiteren Nacht bei Susann erstmal zum Flughafen um meine 43 kg Gepäck aufzugeben. Puh, weitere 25 kg kamen dann noch dazu - die hab ich aber "am Mann" nach Buenos Aires transportiert. Zu Hause angekommen war meine Batterie dann erstmal leer. Hab die letzten drei Tage unglaublich viel geschlafen, gegessen und nebenbei ein bißchen gepackt. Das Wetter war ja nicht so toll und der nieselige, kalte Novemberanfang machte mir das Adieu sagen dann doch recht einfach. Der Abschied von meiner Familie war demnach dann kurz und schmerzlos und am Freitag den 02.11.2007 sass ich dann irgendwie völlig teilnahmslos im Zug nach Frankfurt: Die Reise begann.
Nach einem arschlangen Flug (um genau zu sein 16 h + 3 h Aufenthalt in Milano) kam ich Samstagmorgen um kurz nach 7:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und ca. 20 Grad am Flughafen Ezeiza in Buenos Aires an. Nach dem Gepäckcheck und der Immigration konnte ich dann am Ausgang schon meinen Fahrer entdecken. War mir alles ja irgendwie schon bekannt. War ja schließlich schon einmal da gewesen ;-)
Am Hotel "Cabildo Suites" angelangt dann erstmal eine böse Überraschung: ich musste vier Stunden warten bis mein Zimmer frei wurde. Leider hatte keiner Bescheid gegeben dass ich schon so früh komm. War ehrlich gesagt dann auch erstmal ganz schön frustriert und dachte mir: ist ja ein echt "herzliches Willkommen".
Naja, was solls, irgendwann war das Zimmer frei und ich bin dann nach einem Sprung unter die Dusche erstmal mit dem Taxi gen Guillermo (mein Kumpel hier in Buenos Aires) gefahren.



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