Die Woche ging sehr schnell vorbei. Nachdem ich am Montag mit Sibylle und Susann wieder heil in Buenos Aires eingetroffen war, musste ich mich erstmal noch von Kira verabschieden, die nach 8 Monaten Buenos Aires wieder nach Deutschland fliegt. Am Dienstag dann wieder arbeiten und noch ein Steak zum Abendessen, am Mittwoch dann der offizielle Abschiedsabend der beiden Mädels.
Wir waren mit meinen Argentinischen Freunden in einem indischen Restaurant und haben den lauen Sommerabend genossen. Brrr, ich beneide die beiden ja nicht, dass sie jetzt wieder bei der Kälte in Deutschland sind. Zum krönenden Abschluss konnten wir um 1 Uhr Nachts noch eine vollständige Mondfinsternis von meiner Dachterrasse aus bestaunen.
Meinen ersten freien Abend ohne Gäste habe ich dann ruhig zu Hause verbracht ;-) – war auch echt ganz schön geschafft nach den gut zwei Wochen, schön war es natürlich trotzdem.
Pinamar
Am Freitagabend bin ich dann auch schon wieder losgedüst. Dieses Mal ging es mit dem Bus nach Pinamar an der argentinischen Küste [ca. fünf Stunden von Buenos Aires entfernt und vor allem im Januar neben Mar del Plata eines der beliebtes Ferienziele der Argentinier an der Kueste]. Ehrlich gesagt hatte ich keine allzu großen Erwartungen, ich weiß ja inzwischen, dass die Meinungen bezüglich Reisezielen und ihrer Schönheit zwischen Argentiniern und mir ziemlich auseinander gehen. Daher war ich auch erstmal nicht überrascht, dass Mariella [eine argentinische Freundin von mir] und ihre beiden Freundinnen erstmal zu einem Strandteil gingen an dem wirklich Handtuch an Handtuch lagen, der Anteil der schönheitsoperierten Frauen bei etwa 50% lag und ätzende Technomusik aus den Boxen schallte. Offensichtlich ist auch die erreichte Bräune ein Grad für die Güte des Urlaubs. Jedenfalls knallen sich alle in die pralle Sonne und es scheint auch keinen zu jucken wenn die Haut bereits knallrot ist und sich schält. Die nächsten Jahre wird wohl das Geschäft für Hautärzte boomen.
Doch nicht mein Problem … ich hab mich dann nämlich erstmal abgeseilt und bin am Strand entlang ca. 2 h außerhalb gelaufen. Und tatsächlich, da war ich dann auch ziemlich allein. Inmitten von Dünen und Pinienwald. Bin dann da noch eine Weile rumgestapft und habe anschließend eine Reittour in den Dünen und am Strand entlang gemacht.
Mit den argentinischen Mädels hab ich mich natürlich auch wieder getroffen – zum Maté trinken und Leute gucken. In der Nähe von Pinamar befindet sich Cariló, offensichtlich das Feriendomizil der betuchteren Porteños – wir sind mit dem Auto ein bisschen durch die Siedlung geheizt und da stehen wirklich ganz schön krasse Paläste. Wenn so die Ferienhäuser aussehen, wie sehen dann erst das Haupthaus in Buenos Aires aus?
Bei der Taxifahrt zum Busbahnhof in Pinamar hatte ich dann erstmal ein paar Schrecksekunden: da der Taxifahrer leider erst recht spät kam um mich abzuholen hat er sich offensichtlich zum persoenlichen Ziel gesetzt mich noch rechtzeitig zum Bus zu bringen. So eine Höllenfahrt hatte ich noch nicht oft! Ich muss dazu wohl sagen, dass die wenigstens Strassen in Pinamar geteert sind, d.h. eher so Sandpisten. Der Wagen hatte offensichtlich auch keine Stossdämpfer, ich kam mir jedenfalls vor wie bei der Rallye von Dakar und jedes Mal wenn eine Kurve kam sah ich mich schon am Baum kleben, wir sind mehr um die Kurve gerutscht als gefahren und ich bin mir auch nicht sicher ob er nicht vielleicht doch eher die Handbremse als das Lenkrad benutzt hat um abzubiegen. Schweißgebadet kam ich dann tatsächlich noch rechtzeitig am Busbahnhof an. Dankbar, dass noch alles an mir heil geblieben ist…
Es war auf jeden Fall mal wieder sehr interessant, dieser Ausflug ans Meer. Ziemlich argentinisch … aber ein guter Ausgleich nach zwei Wochen deutsch pur ;-)
Montag, 25. Februar 2008
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