Dienstag, 19. Februar 2008

Nachtrag von Ende Januar: Carnaval y el Año nuevo

Nach einer ereignisreichen Woche war ich froh, dass endlich zwei Tage frei waren. Aber Freizeit muss ja auch genutzt werden und so war ich am Freitag erstmal mit Juan Pablo beim Steak essen und spaeter in Martinez noch einen Cocktail trinken am Rio de la Plata.
Nach einer kurzen Nacht bin ich dann am Samstag um halb sieben zum Busbahnhof gefahren um mit Kira, Patrick und Arne nach Gualeguaychú zu fahren. Ist ein kleines Staedtchen 250 km noerdlich von Buenos Aires (fast an der Grenze zu Uruguay) und vor allem bekannt fuer seine ausgiebigen Carnavalsfeierlichkeiten. Tagsueber waren wir am Fluss und Abends dann nach einer Runde Maté im Corsodromo. War schon echt ganz schoen beindruckend. Gut, mit Rio natuerlich nicht vergleichbar, aber die Kostueme waren auch in Gualeguaychú sehr einfallsreich ... gefreut haben sich - oh Wunder! - vorallem unsere maennlichen Begleiter, die tanzenden Damen waren doch eher spaerlich bekleidet.
Lang wurde die Nacht fuer uns nicht, wir hatten naemlich einen wesentlichen Part der Feier "verpasst": in einem Strandbad am Fluss war naemlich den ganzen Tag bereits ausgelassen gefeiert und vorgeglueht worden - ohne uns. Die Begeisterung nach dem Corsodromo in eine "Boliche" (Disco) weiterzuziehen wollte daher zumindest bei uns nicht so richtig aufkommen. So konnten wir wenigstens den naechsten Tag nutzen und sind vormittags mit Fahrraedern durch den naheliegenden Park geheizt. Und Corinna hat sich fuer sagenhafte 5 Pesos (~1,10 Euro) eine 7kg schwere Wassermelone gekauft. Da hab ich wohl nicht daran gedacht, dass ich die ja irgendwie noch nach Hause bringen muss. Auf einem Fahrrad ohne Gepaecktraeger und ohne Tasche. Zum Glueck hat sich Arne bereit erklaert die Melone unter den Arm zu nehmen und einhaendig zurueck zu fahren ... manchmal sind Maenner doch auch zu etwas gut ;-)

Nachmittags sind wir dann mit dem Bus gemuetlich durch eine wunderschoene Landschaft wieder nach Buenos Aires getuckert - und ich habe erstmal einen Schock bekommen als wir am Retiro aus dem Bus gestiegen sind. So stark wie in dem Moment ist mir noch nie aufgefallen wie schlecht die Luft hier in der Hauptstadt ist. Nach zwei Tagen frischer Luft konnte ich kaum richtig atmen in dem Abgasschwuelheisswabernden Smog der Stadt.

Gualeguayc


Zu Hause war ich dann einfach nur saumuede ... und habe leider die Neujahrsfeierlichkeiten verpasst. Ja, ja, ihr hoert schon richtig. Das "Barrio Chino" - das chinesische Viertel in Buenos Aires hat den Beginn des Jahres der Ratte gefeiert. Mit allerlei Kostuemen und traditionellem Schmuck, sogar ein Drache war dabei.

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